Industriekeramiker/in

Industriekeramiker/in

Was haben Kaffeetassen, Kanalisationsrohre und Designer-Waschbecken gemeinsam? Sie alle werden von Industriekeramikern hergestellt. Wer gerne mit heißen Öfen umgeht und keine Angst vor gelegentlichen Scherben hat, findet hier den perfekten Beruf.
„Mit dem Ausbildungsberuf Industriekeramiker können viele zunächst nichts anfangen“, berichtet Petra Timm, Pressesprecherin von Randstad Deutschland. „Dabei hat er viel zu bieten – und Azubis werden vielerorts händeringend gesucht.“
Weil der Beruf so vielfältig ist, müssen sich angehende Auszubildende schon zu Beginn der dreijährigen Ausbildung für eine von vier Fachrichtungen entscheiden: Industriekeramiker für Anlagentechnik richten die Maschinen und Anlagen in keramikproduzierenden Unternehmen für die jeweiligen Produkte ein und warten sie. In der Fachrichtung Modelltechnik geht es vor allem um die Herstellung der Formen, in denen Keramik gegossen und gebrannt wird.

Keine Lust auf Standard?
Industriekeramiker für Verfahrenstechnik kennen sich als Allrounder mit allen Aspekten des Produktionsprozesses aus. Wer nicht nur handwerklich geschickt ist, sondern auch einen Sinn für Farben und Gestaltung hat, könnte an der Fachrichtung Dekorationstechnik viel Freude haben. Die Spezialisten wissen alles über Farben und Glasuren, die sie anmischen und damit dann Keramikprodukte gestalten. Auch eigene Designs zu entwerfen und beispielsweise Porzellangeschirr zu bemalen, kann zu den Aufgaben dieser Gestaltungsprofis gehören. „Aber solides Wissen über die Herstellung von Keramik vor dem Dekorieren bekommen natürlich auch sie“, erklärt Timm. „Die Inhalte des ersten Ausbildungsjahres sind für alle Fachrichtungen identisch.“ (txn)

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